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Altbürgermeister Horst Förther ist tot

Trauer um Nürnbergs Altbürgermeister Horst Förther

Altbürgermeister Horst Förther ist tot. Er ist am Morgen des heutigen
2. Weihnachtsfeiertags, 26. Dezember 2016, nach langer, schwerer
Krankheit im Alter von 66 Jahren im Kreise seiner Familie friedlich
eingeschlafen.
„Ich bin tief traurig über den Tod von Horst Förther. Er war nicht nur ein
Kollege, sondern ein echter Freund“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Ulrich
Maly und fügt an: „Horst war wahrscheinlich ein Bürgermeister wie aus
dem Bilderbuch. Er hat sein Amt mit beiden Händen angepackt. Er ging
auf die Menschen offen zu und konnte sie für sich gewinnen. Auch in
schwierigen Zeiten bewahrte er sich seine innere Fröhlichkeit. Er war
immer zuversichtlich und optimistisch. Er hat das Amt des Bürgermeisters
mit seiner ganzen Persönlichkeit geprägt. Horst Förther war ein
hervorragender Repräsentant unserer Stadt. Unsere Gedanken sind jetzt
bei seiner Frau Ingrid, seinen drei Töchtern und ihren Familien. Seine
Enkelkinder waren dem herzlichen Familienvater bis zuletzt eine große
Freude.“
Horst Förther wurde am 20. Juni 1950 geboren. Er stammte aus
Großreuth hinter der Veste im Knoblauchsland. Nach der mittleren Reife
und einer Lehre als Gas- und Wasserinstallateur studierte er von 1968 bis
1972 Versorgungstechnik in München und schloss mit dem Dipl.-Ing. (FH)
ab. Danach übernahm er das väterliche Geschäft mit drei Mitarbeitern,
das er nach und nach zu einem mittelständischen Betrieb mit etwa 50
Beschäftigten ausbaute.
Daneben engagierte er sich in verschiedenen verantwortungsvollen
Funktionen im Nürnberger Handwerk. So war er von 1990 bis 2002
Obermeister der Innung SHK (Sanitär, Heizung, Klima).
Nr. 1298 / 26.12.2016
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1969 trat Horst Förther in die SPD ein. „Wegen Willy Brandt natürlich“,
wie er einmal im Rückblick sagte. Mitte der 1990er Jahre kam er eher als
Seiteneinsteiger in die Politik, als er 1996 erstmals auf der SPDStadtratsliste
stand. Im Jahr 2000 zog er als Nachrücker in den Stadtrat
ein. Manchen galt er als „roter“ Unternehmer. Er selbst sah sich als
Vertreter eines „sozialverantwortlichen Bürgertums“.
Im Stadtrat wurde er für seine Fraktion zunächst Sprecher für den
Schulbereich. Daneben arbeitete er sich in der Umwelt- und Energiepolitik
ein. 2002 und 2008 wurde er für den Stadtrat jeweils wiedergewählt. Die
große Mehrheit des Stadtrats wählte in 2002 und 2008 zum
2. Bürgermeister. Zu seinem Geschäftsbereich gehörten die Feuerwehr,
der Tiergarten, der Sport, die Bäder, das Franken-Stadion, die
Bürgerämter und der im Jahr 2009 neu gegründete Servicebetrieb
öffentlicher Raum (dem Zusammenschluss von Tiefbauamt,
Gartenbauamt, Straßenreinigung und Bauhöfen).
In Förthers zwölfjährige Amtszeit als Bürgermeister fielen die Gründung
dreier neuer Eigenbetriebe, die Sanierung der Bäder und die
Umgestaltung des Tiergartens mit der Delphinlagune. Als Höhepunkt
seiner Amtszeit bezeichnete er selbst die Fußball-Weltmeisterschaft
2006.
2014 kandidierte Horst Förther nicht mehr für den Stadtrat. Nach seinem
Ausscheiden aus dem Gremium wurde ihm der Ehrentitel eines
Altbürgermeisters verliehen.



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